Weiterbildung

Für professionelle Filmschaffende oder Filmbegeisterte aus verwandten Bereichen bietet die ifs ein breites Spektrum an Weiterbildungsmöglichkeiten, von berufsbegleitende Angebote bis hin zu mehrtägigen Workshops. Darin erhalten die Teilnehmer all das, was sie für ihre weitere Arbeit brauchen: spezifisches Fachwissen, Praxiserfahrung und Freiraum, um die kreativen Fähigkeiten zu entwickeln.

Zweimal jährlich bietet die ifs mit ihren Weiterbildungscamps vertiefende Workshops in den einzelnen Filmdepartments mit relevanten Schwerpunkten an – komprimiert über den Zeitraum von einer Woche.

Mit ihrem flexiblen Angebot richtet sich die ifs immer wieder neu an den Entwicklungen der Film- und Fernsehbranche aus.

Into the Wild  – Neues Mentoring-Programm für Filmemacherinnen

Noch bis Januar können sich junge Filmemacherinnen für das neue Mentoring-Programm INTO THE WILD bewerben. Das einjährige Programm soll junge Filmemacherinnen begleiten und ihnen durch bessere und frühzeitige Vernetzung den Einstieg in die Branche erleichtern. Konzipiert wurde INTO THE WILD von der Regisseurin, Autorin und Filmuni-Absolventin Isabell Šuba in enger Zusammenarbeit mit der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF, der ifs internationale filmschule köln, der Kunsthochschule für Medien Köln (KHM), der Hochschule für Fernsehen und Film München (HFF), der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (dffb) und der Filmakademie Baden-Württemberg. Ein Jahr lang bietet das Programm den Teilnehmerinnen einen geschützten Raum, um an ihren Projekten zu arbeiten, sich mit branchenerfahrenen Mentorinnen auszutauschen und sich im Drehbuchcamp sowie in weiteren Workshops der eigenen Fähigkeiten zu vergewissern. Die Aneignung von Genderkompetenz sowie eine breite Vernetzung untereinander und in der Branche sind weitere Schwerpunkte.
Bis zum 09.01.2017 können sich Filmstudentinnen und -Absolventinnen aller Gewerke mit ihren Ideen für lange Kino- und Fernsehfilme, Dokumentarfilme oder Serienkonzepte bewerben. Das Programm wird ermöglicht durch die Unterstützung der beteiligten Filmhochschulen und Förderungen durch das Kuratorium junger deutscher Film, das Medienboard Berlin-Brandenburg, die Filmförderungsanstalt sowie die Film- und Medienstiftung NRW. Es fällt keine Teilnahmegebühr an. 

Kostümbild

Kostüme wie das »kleine Schwarze« von Audrey Hepburn in »Frühstück bei Tiffany« Kostüme im Film wie das »kleine Schwarze« von Audrey Hepburn in »Frühstück bei Tiffany« oder das weiße Kleid von Marilyn Monroe in »Das verflixte 7. Jahr« sind zu wahren Ikonen geworden. Aber nicht nur solche augenfälligen Kostüme werden sorgfältig gestaltet: Jedes Kleidungsstück, das ein Schauspieler in einem Film trägt, wird mit Blick auf seinen erzählerischen Wert ausgesucht. Neben Aspekten wie soziale Herkunft und aktueller Status nimmt der Zuschauer auch Charaktereigenschaften und seelische Zustände mehr oder weniger unbewusst über das Kostüm wahr. Diese inhaltliche Nähe zum Drehbuch, die intensive Arbeit mit den Schauspielern und die aufwendige Organisation machen das Kostümbild zu einer der aufregendsten Abteilungen der Filmproduktion.

Mitarbeiter im Kostümbild beim Film sind in der Regel Quereinsteiger mit textiler Vorbildung. Die Weiterbildung Kostümbild setzt die bereits vorhandenen Qualifikationen in Bezug zum Filmkostüm und ergänzt sie durch fachspezifische Kenntnisse. In intensiven, praxisnahen Seminaren vermitteln aktive Kostümbildschaffende professionelle Fertigkeiten. Ein lebendiges Alumni-Netzwerk und ein Tutorenprogramm fördern eine Anbindung an die Branche.

Programmpatinnen: Lucia Faust und Lisy Christl
Struktur: Vollzeit
Dauer: 6 Wochen
Die Weiterbildung ist zertifiziert für die Förderung der beruflichen Weiterbildung nach AZAV (Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung)

Masterclass Non-Fiction

Dokumentarisches Erzählen in vielfältigen Formaten liegt nach wie vor im Trend – im Kino wie auch auf unterschiedlichen TV-Sendeplätzen und im Internet. Klassisch Dokumentarisches verbindet sich mit fiktionalen Elementen und visuellen Effekten. Ein und dasselbe Thema kann völlig verschieden gestaltet und formatiert werden – je nach Zielgruppe. In der Masterclass Non-Fiction entwickeln die Teilnehmer ihre individuellen Filmideen maßgeschneidert mit Blick auf den deutschen, europäischen oder internationalen Markt – begleitet von international renommierten Dozenten. Dabei werden sie darin unterstützt, neue Trends zu erkennen und zu nutzen, und die eigenen Projekte professionell zu präsentieren. Die Masterclass versteht sich als ideale Plattform für den Aufbau eines Netzwerks von Filmemachern auf der einen und Entscheidern auf der anderen Seite.

Programmpate: Prof. Uwe Kersken
Mentoren: Christiane Hinz, Olaf Grunert, Carl-Ludwig Rettinger
Struktur: berufsbegleitend / alle zwei Jahre
Dauer: 12 Monate

Schauspiel

Die Arbeit vor der Kamera erfordert eingehende Vorbereitung und Auseinandersetzung mit der Rolle. Denn im Arbeitsalltag einer Filmproduktion bekommt der Schauspieler deutlich weniger Zeit als beim Theater, um sich den Kern einer Szene zu erarbeiten. In den Schauspiel-Workshops und -Workouts der ifs erhalten Schauspieler die Chance, das eigene Handwerkszeug und die Arbeit vor und mit der Kamera im Kollegenkreis zu verbessern. Die Teilnehmer können hier ihren »Spiel-Raum« in vielfacher Hinsicht erweitern, um für ihre Arbeit bei Dreharbeiten und Castings gerüstet zu sein. Unterstützt werden sie dabei von ausgewählten Regisseuren, Schauspiellehrern und Casting-Direktoren.
Die Workshops finden zum Teil im Rahmen der ifs-Weiterbildungscamps statt und ermöglichen über die inhaltlichen Impulse hinaus Austausch und Networking.
Die Workouts werden zukünftig immer mittwochs ab 18.00 Uhr stattfinden mit wechselnden Schwerpunkten. Das Training richtet sich an hauptberufliche Schauspieler, die ihr Spiel vor der Kamera in der Zeit zwischen zwei Engagements kontinuierlich trainieren oder projektbegleitend verbessern wollen.

Programmpatin: Mel Churcher
Struktur: Workshops zweimal jährlich / Workouts wöchentlich

Weiterbildungscamps

In ihren Weiterbildungscamps bietet die ifs komprimiert über den Zeitraum von einer Woche in den einzelnen Filmdepartments vertiefende Workshops mit relevanten Schwerpunkten an. Die Angebote aus den verschiedenen Abteilungen richten sich sowohl an Nachwuchsmedienschaffende als auch an etablierte Filmemacher und reichen von Vorträgen über Fallbeispiele bis hin zu praktischen Übungen.
In der zeitlich gebündelten Form eines Camps können sich Medienschaffende vielseitig weiterbilden, austauschen und vernetzen. Zweimal jährlich, im Frühjahr und Herbst, haben sie die Möglichkeit, einen interdisziplinären Blick über das eigene Department hinaus zu werfen. Durch die Interaktion mit Experten aus der Branche und Teilnehmern aus anderen Departments entstehen neue Impulse für die persönliche Arbeitspraxis.

Struktur: zweimal jährlich