Forschung

Alle Studiengänge an der ifs haben ein künstlerisch-wissenschaftliches Profil.

Film- und medienwissenschaftliche Module sind fester Bestandteil aller Curricula im BA-Studiengang FILM sowie in den MA-Studiengängen MA Serial Storytelling und MA Digital Narratives. Drei wissenschaftliche Professuren betreuen die fächerübergreifenden Lehrgebiete Filmgeschichte / Filmanalyse, Comparative Media Studies und Digital Narratives – Theory.


BA-Studiengang FILM

Das Lehrgebiet Filmgeschichte / Filmanalyse beschäftigt sich mit den verschiedenen Dimensionen und Elementen, die sich im Film berühren, überkreuzen und durchmischen: Raum und Zeit; Einstellung und Montage; Bild und Ton; Licht und Farbe; On- und Off-Screen; Figuren-, Kamera- und Zuschauerblicke. Es reflektiert die medialen Bedingungen filmischer Ästhetik und untersucht ihre historische Wandelbarkeit. Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Filmgeschichte und Filmanalyse versteht sich als ein Laboratorium, in dem Film in seine Bausteine zerlegt und wieder zusammengesetzt wird, in dem der analytische Blick geschärft wird, in dem vor allem auch das Verständnis davon, wie Film funktioniert, vertieft werden soll.
Zentrales Ziel der Lehre im Fach Comparative Media Studies ist die Vermittlung medien- und kulturwissenschaftlicher Kenntnisse sowie analytisch-hermeneutischer und kreativ-produktiver Fähigkeiten im Kontext audiovisueller Kultur. Thematisch liegt ein Schwerpunkt auf den medientheoretischen und medienpraktischen Konsequenzen der Digitalisierung. Die Studierenden sollen dabei zu selbstkritischer Reflexion und eigenständigem kreativem Handeln befähigt werden. Die Basismodule der ersten Studienhälfte vermitteln Grundkenntnisse zur neuzeitlichen Geschichte der Medien und Künste sowie ihrer Theorien.
Die Module der zweiten Studienhälfte untersuchen dann im historischen Querschnitt und medienübergreifend zentrale Problemfelder ästhetischer Produktion und Rezeption: Praktiken der Adaptation, faktionales Erzählen zwischen Dokumentation und Fiktion sowie die Konstruktion und Vermittlung audiovisueller Menschenbilder.

Neben der im Curriculum verankerten film- und medienwissenschaftlichen Lehre haben die  Studierenden im dritten Semester des BA-Studiengangs FILM die Möglichkeit, ein künstlerisches Forschungsprojekt im Rahmen ihrer zu erbringenden Studienleistung zu verfolgen.
Künstlerische und wissenschaftliche Forschung kann in allen Disziplinen und transdisziplinär betrieben werden.

MA-Studiengänge
Künstlerische und gesellschaftliche Innovation durch Forschung und Entwicklung gehört zu den Zielen der weiterführenden Master-Programme an der ifs.
Theoretische und künstlerische Forschungs-Fragestellungen aus dem Bereich der linearen und nonlinearen audiovisuellen Medien im Kontext einer globalisierten Welt stehen im Mittelpunkt. Neben der Mediengeschichte sind beispielhafte Inhalte die Medienforschung zu Rezeptionsverhalten, Nutzerforschung und User-Experience.

Im MA Serial Storytelling widmet sich das zweite Studienjahr, aufbauend auf den im ersten Studienjahr erlangten Kenntnissen und Kompetenzen, der Erforschung und Entwicklung innovativer serieller Formate. Nach einer ausführlichen Analyse der aktuellen Marktsituation und zukunftsweisender Tendenzen im Seminar „Heutige und zukünftige serielle Formate“ erarbeiten die Studierenden in der vorlesungsfreien Zeit ein künstlerisches Forschungsprojekt zum Thema „Innovation im seriellen Erzählen“. Hierbei beschäftigen sie sich in intensiver Recherche mit Perspektiven seriellen Erzählens und erweitern so ihren fachlichen Horizont mit Blick auf ungewöhnliche serielle Erzählformen.

Der MA Digital Narratives eröffnet Studierenden die Möglichkeit, mittels künstlerischer und wissenschaftlicher Forschung im Feld innovativer Erzählformen Masterprojekte zu entwickeln, die Denkansätze über die Bedürfnisse des Marktes hinaus verfolgen. Der Studiengang untersucht das Erzählen im Zeitalter der Digitalisierung und setzt narrative Medialität in den Zusammenhang einer gesellschaftlichen Verantwortung. Dabei wird Digitalität, das Leben und Arbeiten in digitalen Strukturen, als Teil einer interdisziplinären Kreativität verstanden, die maßgeblich sein wird für die Zukunft von Medienschaffenden.
In einer Lern- und Forschungsgemeinschaft mit Kommilitonen und Dozenten entwickeln die Studierenden neue künstlerische, technologische und unternehmerische Ideen und Projekte. Der Entwicklungsprozess wird dabei stets als ein Prozess der künstlerischen Forschung verstanden. Die Studierenden werden aufgefordert, eigene Forschungsschwerpunkte und -fragestellungen zu definieren und im Rahmen ihrer Projektarbeiten zu verfolgen. Teil dieser Forschung ist auch die Recherche von Methoden und Technologien, die in der Projektarbeit zum Einsatz kommen. Folglich ist Forschung an der ifs weder auf die rein wissenschaftliche noch auf die rein künstlerische Arbeit beschränkt. Vielmehr versteht sie diese beiden Pole als ein produktives Austauschverhältnis und ermöglicht den Studierenden damit eine selbst gewählte Positionierung.
Im Mittelpunkt des Masterstudiengangs DIGITAL NARRATIVES steht daher ein forschungs- orientiertes und projektbezogenes Lernkonzept, das die digitale Artikulations- und Reflexionsfähigkeit stärkt und zum zukunftsorientierten Agieren befähigt.
Die theoretische Erforschung und Reflexion der Digitalität wird in erster Linie durch die Professur „Theory“, Prof. Dr. Nanna Heidenreich, repräsentiert.